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Segelflug

Modellflug ist heute eine Freizeitbeschäftigung mit sehr hoch entwickelter Technik.

Speziell für die Jugend, aber auch für die Erwachsenen ist das Modellfliegen ein weit verbreitetes Hobby geworden, das jedem Modellflieger hohe Anforderungen abverlangt.

Wenden wir uns dem Segelflug zu, einer der schönsten Modellflugsparten.

Segelflug ist das Fliegen mit motorlosen Flugzeugen unter Ausnutzung atmosphärischer Aufwindquellen. Er ist fast lautlos und verlangt neben sauber gebauten Modellen, dem Piloten ein großes Maß an Wetterkundigkeit ab.

Zum Start sind Hilfsmittel erforderlich um das Modell in eine günstige Ausgangshöhe zu bringen. In der Ebene kann der Wurf- oder Schleuderstart angewandt werden, der allerdings ein leichtes Modell und einen kräftigen Werfer voraussetzt. Vorwiegend wird daher ein Seilwindenstart mit Elektrowinden bevorzugt. Dabei werden Ausgangshöhen von bis zu 250 Meter erreicht. Diese Höhe reicht, um ohne Aufwind mehrere Minuten in der Luft zu bleiben.

Eine weitere tartart ist der Flugzeugschlepp. Dabei wird das Segelflugzeug, wie bei den Großflugzeugen, über ein Schleppseil von einem Motorflugzeug auf Höhe gebracht. Nach dem Ausklinken des Seglers in großer Höhe geht er auf Thermiksuche. Es ist nicht selten, daß die Segelflugmodelle über längere Zeit ( 1-2 Stunden und mehr ) in der Luft bleiben. 

Eine weitere schöne Variante des Segelns ist der Hangflug. Dort wird das Modell oben auf dem Kamm des Hanges direkt aus der Hand entgegen der Windrichtung gestartet. Unter Ausnutzung des dort herrschenden Hangaufwindes gewinnt man schnell an Höhe und kann sich mit seinem Modell zum Teil in Sichthöhe austoben. Auch dort kann man in eine Thermik einsteigen, um noch größere Höhen zu erreichen. Als Rettungsanker bleibt nach einem “Absaufer” aber immer noch der Hangaufwind. Daher haben sich auch im Segelflug eine Anzahl von Kunstflugmodellen entwickelt, die im Hangaufwind wie die Echten ihre Loopings, Rollen, Turns und Slips absolvieren können. 

Was sich in den letzten Jahren sehr stark durchsetzte sind die Elektrosegler, die es in sehr unterschiedlichen Konfigurationen gibt. Zum einen die sogenannten Softliner, also leichte Segler mit Hilfsmotor, Klappluftschraube und kleiner Antriebsbatterie. Diese E-Segler haben die Möglichkeit 3–4 mal ohne fremde Hilfe auf eine gute Ausgangshöhe zu kommen, allerdings sind sie um Motor und Batterie schwerer als ihre motorlosen Brüder.

Nicht so gern gesehen unter den Segelfliegern sind die Hotliner. Hochfeste, aus faserverstärktem Kunststoff aufgebaute, aerodynamisch überragende, mit Motorleistung, Akkukapazität und Technik bis unter die Tragflügel vollgestopfte Raketen, die ungeahnte Steigleistungen vollbringen und sogar Motorflugzeuge kaltstellen. Aber auch sie machen Spaß, haben aber mit dem Grundgedanken des “Segelfliegens” in unserem Sinne nichts mehr zu tun.